, Tschudi Patrick

Die Rückkehr des Jass-Königs

An diesem Samstag traf sich die Glarner Jass Prominenz zum Final der 18. Glarner Jassmeisterschaft. Mit dem knapst möglichen Vorsprung von einem Punkt wurde schlussendlich Peter Gutmann zum Jass-König gekürt.

Aber alles der Reihe nach:
Vom 6. März bis zum 21. März konnten sich 192 Jasser fürs Finale der Glarner Jassmeisterschaft qualifizieren und somit war klar, dass der diesjährige Final einer der grössten sein wird. Der Rekord aus der Nach-Corona Zeit 2023 (204 Teilnehmer) bleibt unangetastet.

Dabei sollte man nicht vergessen, dass insgesamt 380 Jass Gefährten- und Gefährtinnen die Reise zur Finalqualifikation antraten. Jassen ist auch Kartenglück und wir möchten alle, welche es dieses Jahr nicht bis ins Finale geschafft haben, ermuntern Ihr Glück 2027 erneut zu versuchen.

Nach dem Abschluss der letzten Vorrunde am Freitag im Schützenhaus Glarus kam dann der grosse Tag. Das Organisationskomitee und seine Helfer brachten am Samstag gut 200 Preise ins Schützenhaus Glarus. So präsentierte sich der Gabentempel dank all unseren treuen und langjährigen Sponsoren, unser Hauptsponsor die Glarner Regionalbank sei hierfür stellvertretend genannt, finalwürdig und bereit fürs Fest.

Ab 16.00 strömte das Jassvolk neugierig, fröhlich und topmotiviert ins Schützenhaus Glarus. OK-Präsident Thomas Vögeli eröffnete den Reigen kurz nach 17.00 und es wurde munter geschoben und getrumpft. Mit grosser Wahrscheinlichkeit wurden einige Böcke geschossen oder der eine oder andere wird nach diesem Abend ins «Banner-hol-Seminar» eingeladen 😉.

Gegen 20.00 wurden die letzten Partien ausgespielt. Zu diesem Zeitpunkt lichtete sich das Favoritenfeld. Aus vergangenen Finals wusste man, dass ab 4250 Punkten reelle Chancen auf den Jass-König Titel vorhanden sind und an diesem Abend hatten einige diese Punktzahl erreich.

Zuerst eröffnete Mathias Zopfi (Präsident des Jassclubs) das Rangverlesen des beliebten Adler-Bräu Cups. Auch dieses Jahr freute sich der Cup ab grosser Beliebtheit. Renato Pesaballe sicherte sich mit einem Doppelschlag in der Vorrunden im Adler Schwanden den Sieg mit sagenhaften 6003 Punkten. Das Podest komplettierten Paul Thoma und Alber Rast. Die Top 10 wurden auf der Bühne gewürdigt, Preisberechtig waren alle mit mindesten 5300 Punkten (bis Rang 90).

Um 21.00 war es dann so weit: OK-Präsident Thomas Vögeli kürte Peter Gutmann (4'454 Punkte) vor Dieter Elmer (4'453 Punkte) und Daniel Aebli (4'401) zum Jasskönig! Dieser war sichtlich erfreut und ist nun stolzer Besitzer eines neuen Bikestopstation E-Bikes. Im späteren Interview attestierte er, dass ihm das Kartenglück sicherlich treu blieb. Zudem blieb er Fehlerlos oder das Resultat lässt dies zumindest vermuten.

Zwar war das Podest dieses Jahr fest in Männerhand, aber knapp dahinter auf den Rängen vier und fünf klassierten sich Ruth Wyler und Olga Bolliger, um die Stärkeverhältnisse ins rechte Licht zu rücken. Nicht jeder hatte an diesem Abend Glück und die Jüngeren unter Ihnen, wie Flavio Seliner oder Devin Leuziger, bezahlten etwas Lehrgeld. Auch sie erhielten einen schönen Preis und wir sind uns sicher, dass sie nächstes Jahr neu motiviert dabei sind. Für den Jassclub lieferten Jack Elmer (4'226 Punkte) mit Rang 8, Thomas Allenspach (4'068 Punkte) mit Rang 19 und Andreas Vögeli (4'057 Punkte) mit Rang 21 die besten Resultate ab.

Zu guter Letzt geht der Dank ans gesamte OK-Team, sämtliche Helfer und Helferinnen des Jassclub Tödi, alle Jasser und Jasserinnen sowie sämtlichen Sponsoren. Es braucht sie Alle, um einen derart grossen Anlass auf die Beine zu stellen und wir alle hoffen, dass die 19. Ausgabe genauso unterstütz wird, um diesen traditionellen Anlass im März erfolgreich weiter zu führen.